Unser Mitgefühl und unsere Solidarität allen Menschen, die unter Krieg und seinen Folgen leiden.

 

Überall.

 

Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch mit all seinen Mitarbeiter*innen aus Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Peru, Russland, Spanien, Südkorea, Taiwan, Türkei, USA

 

Wir möchten auf folgende Spendenmöglichkeit hinweisen: Ärzte ohne Grenzen e.V.

 

 

 

 

 

 

Zum 13. Todestag von Pina Bausch

13 Jahre nach Pina Bauschs Tod – am 30.06.2009 – fällt der Name der Choreographin noch immer fast täglich in Proben des Ensembles, Regiesitzungen und Planungsrunden… Was hätte sie getan… das ist immer noch Leitfaden für alle. 

Wir im Tanztheater denken heute ganz besonders an sie, die 2009 so plötzlich und unerwartet starb – gerade haben wir ihren eindrucksvollen Blaubart von 1977 wieder aufgenommen, um ihn nach jahrelangem Aufführungsverbot in Wuppertal und Paris zu zeigen. Wir konnten ‘Sweet Mambo’, ihr vorletztes Stück, in der Originalbesetzung von 2008 (mit einer Ausnahme) neu einstudieren sowie viele andere Stücke, die lange nicht gespielt wurden. All das verdanken wir in hohem Maße einer organisch gewachsenen und von Pina Bausch geprägten ‘unausgesprochenen’ Kultur der Weitergabe und des Erinnerns, und zunehmendem Mut und beherztem Aneignen der jungen Generation.

In stillem Gedenken an Pina Bausch.

Zum Tod von Jan Minarik

Am Montag dieser Woche erreichte uns die traurige Nachricht, dass Jan Minarik, ehemaliges langjähriges Mitglied des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und kreativer Wegbegleiter der Choreographin ab 1973, am 26. Juni 2022 auf seinem Bauernhof in Tschechien gestorben ist.

 

Jan Minarik arbeitete zusammen mit seiner Frau Beatrice Libonati, ebenfalls viele Jahre Tänzerin im Ensemble, zuletzt vor zwei Jahren mit dem jungen Ensemble des Tanztheaters an der Rekonstruktion der Produktion Blaubart. Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper "Herzog Blaubarts Burg" von 1977. Dabei konzentrierte er sich zusammen mit seiner Frau vor allem auf die Solopaare Blaubart und Judith. Jan Minarik hatte diese Rolle des Blaubart, neben 32 weiteren Charakteren, kreiert. Er wird in der Reihe der Ehemaligen, die immer wieder für das Tanztheater tätig waren, um ihre Rollen und ihr Wissen weiter zu geben an nachfolgende Tänzergenerationen, sehr fehlen.

 

Wir alle trauern um ihn.

 

Bettina Wagner-Bergelt, Roger Christmann und das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

 

 

Norbert Servos schrieb über Jan Minarik:

 

Jan Minarik wird am 25. August 1945 in Prag/Tschechoslowakei geboren, wo er am dortigen Konservatorium eine klassische Tanzausbildung absolviert. Den Berufswunsch entwickelt der gelernte Koch, weil er nicht zum Militär gehen will. Nach ersten Engagements am Prager Nationaltheater (1966/67) und als Solist in Brno/Brünn (1967–69) emigriert er 1969 und tanzt zunächst am Tiroler Landestheater Innsbruck. 1970 wechselt er unter Ballettdirektor Ivan Sertić als Solotänzer zum Ballett der Wuppertaler Bühnen, wo er unter dem Künstlernamen Jean Mindo auftritt. Als Pina Bausch 1973 die Leitung des Wuppertaler Balletts übernimmt, verlässt die Mehrheit der TänzerInnen gemeinsam mit Sertić das Haus. Minařík bleibt und entwickelt sich rasch zu einem wichtigen Mitarbeiter Pina Bauschs und zu einem der profiliertesten Tänzer/Darsteller des neu formierten Tanztheater Wuppertal.

 

 

Mother Melancholia von Samantha Shay

Die amerikanische Künstlerin Samantha Shay bewarb sich 2020 um einen einjährigen Forschungsaufenthalt beim Tanztheater Wuppertal Pina Bausch im Rahmen eines Fulbright Stipendiums. Eines ihrer Projekte, mit denen sie hierher kam, war ein Filmkonzept mit dem Titel MOTHER MELANCHOLIA.

Neben anderen Projekten, die sie in diesem ersten Jahr mit TänzerInnen und MitarbeiterInnen des Tanztheaters und der Unterstützung aller realisieren durfte, stellte sie diesen Film in Island, London und Wuppertal fertig, der – mit Barbara Kaufmann als einer der Darstellerinnen – im Mai 2022 bei unserem Festival under construction seine Erstaufführung erlebte.

Nun gewann Samantha Shay am Sonntag, den 26.Juni, beim Amsterdamer CINEDANCE-Festival den 1. Preis für Mother Melancholia - vor Hofesh Shechter und Alain Platel, die für ihre Beiträge den 2. und 3. Preis erhielten.

Wir gratulieren herzlich, liebe Sam!

Bettina Wagner-Bergelt und das Ensemble des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

Liebe ZuschauerInnen, liebe FreundInnen des Tanztheaters,
 
wir sind zur Zeit in den Vorbereitungen für die letzten zwei Tourneen dieser Spielzeit 2021/22.
Ab dem 18. Juni sind wir endlich wieder in Paris auf der Bühne. Zum ersten Mal seit 35 Jahren tanzt das Ensemble Blaubart. Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper "Herzog Blaubarts Burg", eines der wichtigsten Stücke Pina Bauschs aus den 70er Jahren, im Théâtre du Châtelet. Damit schließen wir an die Jahre vor Corona an, in denen das Tanztheater jedes Jahr eine lange Serie im Théâtre de la Ville spielte, das auch diesmal unser Gastgeber ist.

Ab 7. Juli 2022 zeigen wir als Abschluss dieser Saison im Rahmen des ImPulsTanz-Festivals in Wien vier Vorstellungen von Vollmond. Danach geht das Ensemble in die Theaterferien und meldet sich am 17. September zur neuen Spielzeit zurück mit Água von Pina Bausch, und unter der Leitung meines Nachfolgers Boris Charmatz.
 
Ich verabschiede mich nach fast vier Spielzeiten als Intendantin des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch.
Es war mir eine Ehre und eine große Freude, für dieses Ensemble zu arbeiten, das Werk Pina Bauschs zu erneuern und als lebendiges, pulsierendes Erbe in Wuppertal und der Welt zu zeigen. Daneben neue Werke in Auftrag zu geben und viele künstlerische Impulse aus den unterschiedlichsten Bereichen aufzunehmen: aus dem afrikanischen Tanz, aus der freien Szene, aus dem Urban Dance, aus Musik, Schauspiel und Bildender Kunst, in UNDERGROUND und under construction, Ectopia und der Schlafenden Frau  – Kooperationen mit dem Skulpturenpark oder dem Von der Heydt-Museum, in dem Sie am 21. August die Eröffnung unserer gemeinsamen Ausstellung von Werken Senga Nengudis erleben können.
 
Ich nehme wunderbare Erinnerungen und Erlebnisse mit aus diesen Jahren, inspirierende Begegnungen mit großen KünstlerInnen und jungen, energiegeladenen, neugierigen Newcomern. Ich habe Wuppertal und seine Menschen lieben und respektieren gelernt und hier Freunde gefunden.
 
Ich danke Ihnen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, für Ihr Interesse, Ihren Enthusiasmus und Ihre Treue, die uns auch durch die schwierigen Zeiten von Corona und die Auswirkungen der Flut in Wuppertal getragen haben.
Wir konnten uns immer auf Sie verlassen, wie man es von Freunden erhofft.
 
Ihnen allen und dem ganzen Ensemble wünsche ich das Allerbeste für die Zukunft, Erfolg, künstlerische Herausforderungen und einzigartige Begegnungen mit dem Tanz.
 
Herzlich,
Bettina Wagner-Bergelt
Intendantin 

 

 

Remote Wuppertal

Im Rahmen der Vorlaufphase zum zukünftigen Pina Bausch Zentrum unter Leitung von Bettina Milz ist das weltweit bekannte und mehrfach ausgezeichnete Künstler*innenkollektiv Rimini Protokoll im September und Oktober mit der Stadtperformance Remote X zu Gast in Wuppertal. Das Kollektiv lädt Bürger*innen der Stadt ein zu einer kollektiven Audiotour, konzipiert von Stefan Kaegi und in der Regie von Jörg Karrenbauer.

Eine Gruppe von 50 Menschen, ausgestattet mit Kopfhörern, bricht auf in die Stadt – geleitet von einer Stimme, die man aus Navigationssystemen kennt. Unterwegs vertonen Kunstkopf-Aufnahmen und filmische Kompositionen die urbane Landschaft. Die Reise durch die Stadt sieht von außen oft aus wie eine präzise getimte Choreografie und fühlt sich von innen mehr und mehr an wie ein kollektiver Film. Mit jedem Schritt wird die Computerstimme vertrauter. Doch wer spricht da und wem folgen wir?

 

Tickets sind ab sofort verfügbar.

Kulturkarte Wuppertal, Kirchplatz 1, 42103 Wuppertal; Tickethotline +49 (0)202 563 7666

Weitere Information finden Sie hier.

Tickets Água

Die internationale Koproduktion mit Brasilien, dem Goethe Institut São Paulo und Emilio Kalil aus dem Jahr 2001 Água - Ein Stück von Pina Bausch eröffnet die Spielzeit 2022/23.

Die Vorstellungen im Opernhaus Wuppertal finden am 17., 18., 20., 21., 23., 24. und 25. September statt.

Tickets sind ab sofort erhätlich.

Reservierungstelefon +49 (0)202 563 7666

Boris Charmatz ist neuer Direktor ab September 2022

Lieber Boris Charmatz,

eine lange, intensive Suche ist zuende gegangen und gleichzeitig ein Anfang gemacht. Ein Prozess, an dessen Ende wir die Freude haben, Dich als zukünftigen künstlerischen Leiter des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch zu begrüßen.

Wir haben im Januar 2019 als künstlerisches und kaufmännisches Leitungsteam unter anderem die Aufgabe übernommen, vor dem Ende unserer Direktionszeit mit dem Ensemble zusammen die Weichen für eine neue, dauerhafte Künstlerische Leitung zu stellen. So, dass ein künstlerischer Neuanfang möglich wird. Und wir hatten den Ehrgeiz, die Kompetenz und Erfahrung des Ensembles in einen demokratischen Prozess einfließen zu lassen. Auch die Zweifler in der Öffentlichkeit, die mit zunehmender Dauer mit Recht ungeduldig wurden, haben uns darin nicht irritieren können.

Die Tatsache, dass die Findungskommission zusammen mit den zwei EnsemblevertreterInnen und dem Aufsichtsrat ein einstimmiges Votum abgeben konnte, zeigt uns, dass dieser Prozess genau so gut war, auch, wenn die Ungeduld zuletzt groß war.

Mit Dir hat das Ensemble einen international geschätzten, ästhetisch mutigen Künstler gewonnen und dazu jemanden, dessen Interesse seit langem der Auseinandersetzung und Vermittlung des tänzerischen Erbes des 20. Jahrhunderts gilt.

Wir freuen uns für Dich, weil Du hier wunderbare Arbeitsbedingungen vorfindest, Menschen, die sich immer und ausschließlich dem Tanz gewidmet haben. Und vor allem freuen wir uns mit dem Ensemble, dass jetzt mit Dir ein Aufbruch in eine Zukunft möglich ist, künstlerisch aufregend und in jedem Fall anders als das Erwartbare.

Pina Bausch war eine mutige Künstlerin, die mutige Menschen um sich geschart hat, um ihren nicht einfachen ästhetischen Weg gehen zu können. Dasselbe wünschen wir Dir auch - dass alle jetzt mit Mut und Vertrauen diesen Weg mit dir gehen!

Herzlich

Bettina und Roger

Bettina Wagner-Bergelt, aktuelle Künstlerische Leiterin, und Roger Christmann, Geschäftsführer

LET'S TALK ABOUT DANCE. Tanztheater Calling

Der offizielle Podcast des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch.

Staffel 1

Kann man Tanz eigentlich hören?

In dieser ersten Staffel hat Marc Wagenbach mit TänzerInnen, Mitarbeitern und Gästen des Tanztheaters über Pina Bausch, Tanz als Ausdrucks- und Kunstform, die großen und kleinen Geheimnisse auf und hinter der Bühne, die Aufgaben künstlerischer Arbeit im Kontext gesellschaftlicher und politischer Debatten, Privates, Vergangenes und Zukünftiges gesprochen

Süß und Sauer mit Bettina Wagner-Bergelt

Sweet and Sour - with Bettina Wagner-Bergelt

Gestrandet an der Wupper - mit Barbara Kaufmann

Stranded on the Shores of the Wupper - with Julie Anne Stanzak

Stranded on the Shores of the Wupper Part II - with Saar Magal

Warten auf den Weihnachtsmann - Weihnachtsspecial mit Roger Christmann

Waiting for Santa - Christmas Special with Oleg Stepanov

Me, Myself and I - with Julie Shanahan

Approaching Anna - with Stephanie Troyak

Being on a journay - with Dean Biosca

In the moment - with Christopher Tandy

How to shine? From gardening, dancing and healing bodies - with Bernd Uwe Marszan

Wand an Wand - mit Çağdaş Ermis

 

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Komm tanz mit mir für Kinder von 6 bis 10 Jahren

»Die Fragen hören nicht auf, und die Suche hört nicht auf. Es liegt etwas Endloses darin, und das ist das Schöne daran.«

Pina Bausch