Pressemitteilung 14.12.2018

Pressemitteilung 14.12.2018

Pressemitteilung zur Spielzeitkonferenz des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch am 14. Dezember 2018

 

Bettina Wagner-Bergelt, designierte Intendantin und Künstlerische Leiterin des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, stellte heute den Spielplan für die Zeit von März bis Juli 2019 vor, im Beisein von Bettina Milz,  Referatsleiterin Theater und Tanz im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Beiratsvorsitzenden und Bürgermeisterin Ursula Schulz, dem Kulturdezernenten Matthias Nocke und dem Künstlerischen Betriebsdirektor des Tanztheater, Robert Sturm.

 

Kulturdezernent Matthias Nocke begrüßte die Berufung von Bettina Wagner-Bergelt und Roger Christmann als wichtigen Schritt für die Zukunft und Neuaufstellung des Tanztheaters. „Mit Bettina Wagner-Bergelt konnte eine Persönlichkeit gewonnen werden, die mit dem Umgang mit Repertoire und Erbe ebenso vertraut ist wie mit der Entwicklung zukunftsweisender Spielzeit- und Festivalkonzepte sowie Vermittlungsformate“ so Nocke, „das ist eine wichtige Voraussetzung für die Vorbereitung des geplanten Pina Bausch Zentrums und die Sicherung eines lebendigen Repertoires.“ 

 

In der zweiten Hälfte seiner 45. Spielzeit, 10 Jahre nach Pina Bauschs Tod und im 10. Jahr der Gründung der Pina Bausch Foundation zeigt das Tanztheater in Wuppertal drei zentrale Stücke aus dem Werk von Pina Bausch. Palermo Palermo, Arien und als Höhepunkt der Spielzeit die Neueinstudierung von Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloß, die anderen folgen. Das Stück aus dem Jahr 1978, das 29 Jahre nicht mehr gespielt wurde und dessen Wiederaufnahme dem Ensemble seit 2015 ein Herzenswunsch war, gilt als ein ästhetischer Wendepunkt in Pina Bauschs frühen Arbeiten. Peter Zadek hatte Pina Bausch damals eingeladen ihre Version von Shakespeares Macbeth zu entwickeln. Auf der Suche nach einer eigenen Bild- und Bewegungssprache beginnt Pina Bausch ihren Darstellern assoziative Fragen zu stellen, eine Arbeitsweise, die für alle weiteren Stücke des Tanztheater Wuppertal prägend sein sollte.

 

Neben insgesamt 15 Aufführungen in Wuppertal bestreitet das Ensemble Gastspielreisen im Ausland mit 12 Aufführungen. So wird 1980 – Ein Stück von Pina Bausch in der Stadsschouwburg in Antwerpen zu sehen sein. Auf Einladung langjähriger Gastspielpartner in Paris und London tourt das Ensemble mit den beiden 2018 kreierten Stücken von Dimitris Papaioannou und Alan Lucien Øyen. 

 

Bettina Wagner-Bergelt setzt verstärkt den Fokus auf das Erbe von Pina Bausch, sowohl bezüglich der Entwicklung neuer Formate als auch im Hinblick auf partizipative Vermittlungsprojekte. „Ich sehe das großartige Ensemble mit verschiedenen Tänzergenerationen unterschiedlicher kultureller Herkunft und das umfassende Werk von Pina Bausch als Quelle, aus der wir schöpfen können, für die Bewahrung und Sicherung des Repertoires und die Entwicklung von Neuem“, erklärt die designierte Intendantin. „Zusammen mit den Tänzer*innen, einem erfahrenen Team und externen Partnern der internationalen Tanzszene werden wir das Werk lebendig halten und in enger Abstimmung mit der Pina Bausch Foundation neuen Generationen von Tänzer*innen und Zuschauer*innen den Zugang zu den Stücken vermitteln. Die Freude an Bewegung, Tanz und Theater zu befördern ist uns ein großes Anliegen.“ 

 

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der stärkeren Verankerung des Ensembles in der Stadt und der Weiterentwicklung des Jugend-programms sowie adäquater Formate und Angebote für die Kooperation mit Schulen und Hochschulen. Suchen & Finden, das Jugendprogramm des Tanztheater Wuppertal, wird in Zukunft wichtiger konstanter Bestandteil des Repertoires sein und inhaltlich auf die Stücke des Spielplans verweisen. Die im Rahmen der Jubiläumsspielzeit PINA40 entwickelte Workshopreihe Tanzen mit ... (Tänzer*innen und Gästen des Ensembles) wird fortgeführt werden. Auch da wird der Bezug und Zugang zu den Stücken von Pina Bausch eine größere Rolle spielen als bisher.

 

Die Sicherung eines lebendigen Repertoires setzt, so Wagner-Bergelt, „einen dramaturgisch fundierten Umgang mit dem Erbe und folglich die Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Pina Bausch Foundation voraus, sowohl im Hinblick auf Neukreationen eingeladener Künstler*innen und Gastchoreograph*innen, die sich mit dem reichen Schatz vorhandener Materialien auseinandersetzen um Neues zu schaffen -  ähnlich radikal und hinterfragend wie Pina Bausch - als auch im Sinne einer programmatischen Ausrichtung auf das geplante Pina Bausch Zentrum. 

 

 

Biographien

 

Bettina Wagner-Bergelt

Designierte Intendantin und Künstlerischen Leiterin

 

übernimmt ab 1. Januar 2019 die Intendanz und künstlerische Leitung des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Sie war von 2000 bis 2016 Stellvertretende Direktorin des Bayerischen Staatsballetts und von 1990 bis 2016 Leitende Dramaturgin und baute in München ein heraus-ragendes internationales Repertoire aus Moderne und Avantgarde auf. Mit dem von ihr entwickelten Educationprogramm CAMPUS Staatsballett initiierte Bettina Wagner-Bergelt ein maßstabsetzendes interdisziplinäres Vermittlungsprogramm für Tanz und Ballett.

 

1987 gründete sie "DANCE - Internationales Tanzfestival der Landeshauptstadt München“ und war in den Jahren 1987, 1989, 2008 und 2010 dessen Künstlerische Leiterin. 

 

Ausgezeichnet wurde Bettina Wagner-Bergelt u.a. 2016 mit dem TANZPREIS der Landeshauptstadt München, 2014 mit dem Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres und dem Kinder zum Olymp-Preis. Sie ist Vorstandsmitglied des Bayerischen Landesverbands Tanz BLZT und des Dachverbands Tanz Deutschland DTD.

 

Bettina Wagner-Bergelt studierte in Köln und Berlin Germanistik, Theater- und Filmwissenschaft sowie Spanische Literaturwissenschaft; sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

 

 

Roger Christmann

Designierter Geschäftsführer

 

übernimmt ab 1. Januar 2019 die kaufmännische Geschäftsführung des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Seit 2012 ist Roger Christmann als selbstständiger Berater für die Leitung und Finanzierung u.a. für die Berliner Festspiele (Koordination des Gastspiels Einstein on the Beach), die Kultur Ruhr GmbH (Interims-Geschäftsführung 2017, Projekt-entwicklung 2018)  und das Asian Art Theatre Guangju (Entwicklung eines Masterplans, 2015) tätig.

 

Von 2001 bis 2011 arbeitete Christmann als kaufmännischer Geschäftsführer u.a. für Theater der Welt 2010 in Mülheim an der Ruhr und Essen und das Brüsseler kunstenfestivaldesarts. Während dieser Zeit entwickelte und koordinierte er das Projekt NXTSTP im Rahmen des EU-Programms der Europäischen Union.

 

1993 schloss Roger Christmann sein Studium der Handels- und Finanzwissenschaften an der „Ecole des Hautes Etudes Commerciales“ in Lüttich, Belgien ab. Heute lebt er in Berlin.

 

 

Der Spielplan im Detail

März – Juli 2019

 

Wuppertal

 

Arien

Ein Stück von Pina Bausch

Wuppertal, Opernhaus

21. 22. 23. 24. März March 2019

Vorverkaufsbeginn 21. Dezember 2018

 

Palermo Palermo

Ein Stück von Pina Bausch

Wuppertal, Opernhaus

29. 30. 31. März March 2019

Vorverkaufsbeginn 21. Dezember 2018

 

Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloß, die anderen folgen.

Ein Stück von Pina Bausch

Uraufführung 1978, Neueinstudierung

Wuppertal, Opernhaus

17. 18. 19. 21. 22. 24. 25. 26. Mai 2019

Vorverkaufsbeginn 22. März 2019

 

 

Weitere Termine für Suchen & Finden, das Jugendprogramm des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch sowie für die Workshops im Rahmen der Reihe Tanzen mit ... (Tänzern und Gästen des Tanztheater) werden  zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben unter pina-bausch.de

 

Tickethotline für Wuppertal + 49 202 563 7666

pina-bausch.de

 

 

Internationale Gastspiele

 

1980 – Ein Stück von Pina Bausch

Antwerpen, Stadsschouwburg

13. 14. 17. 18. Juni 2019

 

Neues Stück II

Bon voyage, Bob... - Ein Stück von Alan Lucien Øyen

Paris, Chaillot - Théâtre national de la Danse

Im Programm des Théâtre de la Ville - Paris

29. 30. Juni 2019 und 2. 3. Juli 2019

 

 

Neues Stück I

Seit sie – Ein Stück von Dimitris Papaioannou

Paris, La Villette

Im Programm des Théâtre de la Ville - Paris

8. 9. 10. 11. Juli 2019

 

Änderungen vorbehalten!