Ophelia Young

Ophelia Young

ist in New York City, Harlem, geboren. Der Vater gebürtiger Amerikaner, die Mutter gebürtige Österreicherin, wuchs sie im Innviertel in Oberösterreich auf. Schon mit drei Jahren ging sie zum sogenannten kreativen Kindertanz – und „hörte nicht mehr auf zu tanzen“. Die späteren zahlreichen Begegnungen mit Künstlern aus aller Welt, die diversen Teilnahmen am Impulstanzfestival in Wien und die besonderen Erfahrungen mit dem Genre "Performance" weckten in ihr den Wunsch Tanz zu ihrer Profession zu machen. Sie bewarb sich also unter anderem an der Folkwang Universität der Künste und studierte dort von 2010 bis 2014. Das Tanztheater Wuppertal und Pina Bausch waren dort immer präsent. „Ich war neugierig auf ihre Arbeit, fand sie faszinierend, war aber auch immer zwiegespalten und nicht ganz unvoreingenommen, wollte mich aber einlassen“, sagt sie.
2014 bekam Ophelia Young das Angebot, in Pina Bauschs Iphigenie auf Tauris zu tanzen und mit auf Tournee zu gehen. Vor ihrem Abschluss an der Folkwang Universität der Künste 2014 wies sie Lutz Förster, der damalige künstlerische Leiter des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, auf eine anstehende Audition hin, an der sie teilnahm – und seit 2014 gehört sie zum Ensemble des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Sie tanzte neben Iphigenie auf Tauris schon vor ihrem offiziellen Eintritt als Ensemblemitglied einige Stücke von Pina Bausch, darunter bei der Rekonstruktion des Tannhäuser Bacchanal, Wind von West und Das Frühlingsopfer. Seitdem hat man sie in rund 17 Stücken von Pina Bausch und in den Kreationen In terms of time von Tim Etchells, Seit sie von Dimitris Papaioannou und einigen Underground-Projekten als Darstellerin gesehen.
Die Übernahme von Rollen stellt eine besondere Herausforderung dar: „Es ist so ein Zusammenspiel: Man will nah am Stück sein, gleichzeitig muss ich mich selbst einbringen, mit meinen Möglichkeiten, meiner Haltung, aber auch mit meinen Unzulänglichkeiten.“ Man wachse mit der Zeit, stellt sie fest. Von 23 bis 29 Jahre sei eine lange Zeit für eine junge Frau am Anfang ihrer Karriere und es entwickele sich viel. Außerdem sei jedes Stück schließlich sehr speziell und stelle besondere Anforderungen an den Künstler und den Menschen. Sie interessiert das Menschliche, die Interaktion, die Auseinandersetzung auf allen Ebenen. Vernetzung findet sie wichtig. Deshalb genießt sie die vielen Gastspiele in aller Welt, denn sie ist neugierig, lernt dort Neues kennen und trifft auf viele Menschen mit sehr unterschiedlichen Interessen und Lebenswegen. Auf das was rund um das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch passiert, regional und weltweit, inhaltlich wie strukturell, ist sie sehr gespannt und hat Freude daran sich auch darüber Gedanken zu machen.
„Angstfrei und innovativ, beflügelt und verwurzelt, lustvoll und reflektiert auf das Kommende zugehen" ist ihr Wunsch. Sie findet, es sei Zeit, „die inspirierende Kraft von Kunst wieder zu entdecken und neugierig und mutig in die Zukunft zu gehen.“

★ - Besetzung der Uraufführung